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Einfluss Scientific Inquiry-basierter Instruktionsmaßnahmen auf den Erwerb naturwissenschaftlicher Kompetenzen

Moderner Biologieunterricht zeichnet sich dadurch aus, dass er Lernenden nicht nur fachbezogene Theorien und Sachverhalte näherbringen, sondern verstärkt auch dem Erwerb naturwissenschaftlicher Denk- und Arbeitsweisen Aufmerksamkeit schenkt. Die damit verbundenen Kompetenzen werden als Kern naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung verstanden und unter dem Begriff des Scientific Inquiry versammelt. Scientific Inquiry beschreibt naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen, die durch einen forschend-entdeckenden Ansatz und die Einnahme der Perspektive eines Wissenschaftlers/einer Wissenschaftlerin der Erkenntnisgewinnung im experimentell orientiertem Unterricht dienen. Für instruktionale Maßnahmen, die sich, wie Scientific Inquiry auch, aus den Konstruktivismus ableiten, bedeutet das, dass sich die Ausführung statt am zu vermittelnden Wissen vorrangig am Individuum selbst und seinem Realitätskonzept orientiert. Dementsprechend wird im Konstruktivismus dem selbstgesteuerten, aktiven Lernen sowie dem authentischen Bezug zum Alltag eine tragende Rolle zugesprochen. Ziel des vorliegenden Promotionsprojekts ist es, die Lernwirksamkeit eines Scientific Inquiry-basierten Ansatzes mit einem klassisch direktiv-instruktiven Ansatz unter besonderer Berücksichtigung des Expertisegrades der Lernenden zu vergleichen. Das Promotionsprojekt wird in Kooperation mit dem Institut für Biologie und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und dem Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln durchgeführt.